Projekt Opferfest

Für den Verein stellt die Durchführung der Schächtungen eine besondere Aufgabe dar: Sie stärkt das Vertrauen der Bevölkerung und verdeutlicht zugleich den engen Zusammenhalt zwischen Spenderinnen und Spendern in Deutschland und den Menschen vor Ort.

Hohe Beteiligung aus Deutschland

Auch 2023 beteiligten sich zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer aus Deutschland. Viele spendeten mindestens 100 Euro, um damit den Kauf eines Anteils an einem Rind zu ermöglichen. Dank dieser großen Hilfsbereitschaft konnten insgesamt 100 Rinder bestellt und erfolgreich geschächtet werden.

 

Organisation und Ablauf

Die Tiere wurden in enger Zusammenarbeit mit qualifizierten Großhändlern ausgewählt, geprüft und entsprechend den religiösen und hygienischen Vorschriften geschächtet. Ein Teil der Rinder wurde zusätzlich aus dem Senegal importiert, um die große Nachfrage decken zu können. Durch die frühzeitige Planung konnte sichergestellt werden, dass die Tiere pünktlich zum Fest bereitstanden. 

Beispielhafte Wirkung

  • In einem Dorf in der Region West Coast erhielten rund 60 Familien Fleischrationen, die für mehrere Tage ausreichten. Viele Familien berichteten, dass ihre Kinder seit Langem wieder Fleisch essen konnten.
  • In einer anderen Gemeinde konnten dank der Spenden gleich drei Rinder geschlachtet werden. Das Fleisch wurde gemeinschaftlich aufgeteilt und teilweise für ein gemeinsames Festessen verwendet, an dem mehr als 200 Menschen teilnahmen.
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Mehr als Nahrungsmittelversorgung

Das Projekt leistet weit mehr als reine Lebensmittelhilfe. Es schafft Begegnungen, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und vermittelt sowohl den Dorfgemeinschaften als auch den Spenderinnen und Spendern in Deutschland Vertrauen und Verbundenheit.

Ausblick
Für die kommenden Jahre ist geplant, die Zahl der geschlachteten Tiere und die Reichweite der Verteilung weiter auszubauen. Ziel ist es, noch mehr Familien zu erreichen und das Opferfest als nachhaltig wirkendes humanitäres Projekt fest zu verankern.

Projekt Ramadan

Der Verein organisiert gemeinsam mit Dorfältesten und Imamen während des Ramadanmonats tägliche Essensausgaben zum Fastenbrechen. 

Diese fanden in wechselnden Gemeinden statt und erreichten mehrere Tausend Menschen. Neben dem Zugang zu einer warmen Mahlzeit förderte die Initiative auch das gemeinschaftliche Miteinander und den sozialen Zusammenhalt. Inzwischen gilt die Aktion in vielen Dörfern als fester Bestandteil des Ramadans und wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern als sichtbares Zeichen solidarischer Unterstützung geschätzt.

Projekt Brunnenbau

Der tägliche Zugang zu sauberem Trinkwasser in vielen Teilen Gambias noch immer nicht zum Alltag. Zahlreiche Familien sind dadurch gezwungen, täglich mehrere Kilometer zu Fuß zurückzulegen, um Wasser aus weit entfernten Bächen oder Quellen zu holen. 

Das mühsam beschaffte Wasser ist häufig verunreinigt und stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Vor allem Durchfallerkrankungen zählen nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Erkrankungen und treffen insbesondere Kinder. Mädchen sind dabei in besonderem Maße betroffen: Da sie traditionell für das Wasserholen verantwortlich sind, fehlen sie regelmäßig im Unterricht und verlieren wertvolle Bildungszeit.

Eine nachhaltige Lösung bietet nur der Bau von technisch anspruchsvollen Tiefenbohrungen. Brunnen, die in Eigenleistung von Dorfgemeinschaften errichtet werden, halten den schwierigen geologischen Bedingungen meist nicht stand und fallen nach kurzer Zeit aus. Um dauerhafte Strukturen zu schaffen, arbeitet der Verein mit qualifizierten Fachbetrieben zusammen und setzt auf eine stabile Auskleidung mit Betonringen. So entstehen verlässliche Wasserstellen, die über Jahrzehnte genutzt werden können und den Menschen vor Ort Sicherheit und Lebensqualität geben.

Die Errichtung solcher Brunnen ist zwar mit hohen Kosten verbunden, bringt jedoch einen enormen Nutzen: Jeder neue Brunnen versorgt mehrere Hundert Menschen mit sauberem Trinkwasser. Damit sinkt nicht nur die Gefahr von Krankheiten, sondern auch die tägliche Belastung der Familien. Kinder können regelmäßig am Unterricht teilnehmen, und Frauen gewinnen Zeit, die sie für eigene Einkommensprojekte wie Gartenbau oder kleinen Handel einsetzen können.

Ein Beispiel verdeutlicht die Wirkung: In einem Dorf, das 2021 einen Brunnen erhalten hat, entfällt heute der tägliche zweistündige Wassertransport. Die Kinder besuchen regelmäßig die Schule, während Frauen kleine Gemüsegärten anlegen konnten, deren Erträge sie auf den lokalen Märkten verkaufen.

Ein weiteres Beispiel zeigt die starke Identifikation der Bevölkerung mit den Projekten: In einigen Dörfern haben Bewohner dem Verein bewusst Grundstücke geschenkt, damit dort Brunnen errichtet und die Flächen anschließend gemeinschaftlich bewirtschaftet werden können. So entsteht nicht nur Zugang zu sauberem Wasser, sondern auch landwirtschaftliche Nutzfläche, die der gesamten Dorfgemeinschaft zugutekommt. Auf einem dieser gespendeten Grundstücke entstand 2023 ein Brunnen, der inzwischen von über 300 Menschen genutzt wird. Die angrenzenden Felder werden seither von den Dorfbewohnern gemeinschaftlich bepflanzt, wodurch zusätzliche Lebensmittel für den Eigenbedarf und für den Verkauf auf lokalen Märkten gewonnen werden.

Die Nachfrage nach sicheren Wasserstellen übersteigt auch im Jahr 2023 die vorhandenen Möglichkeiten jedoch deutlich. Aus Gambia erreichen den Verein weiterhin zahlreiche Anfragen, die aktuell nur schrittweise bearbeitet werden können. In Deutschland wird deshalb eine Warteliste geführt, deren Einträge nach und nach umgesetzt werden. Jede abgeschlossene Bohrung bedeutet für eine Dorfgemeinschaft einen entscheidenden Schritt zu mehr Gesundheit, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven.

Erschwerend kamen in den letzten Jahren die Folgen der Pandemie hinzu: Unterbrochene Lieferketten, Reisebeschränkungen und gestiegene Preise führten zu Verzögerungen und Mehrkosten. Dennoch ist es dem Verein gelungen, die Projekte kontinuierlich weiterzuführen.

Projekt Kinderdorf

Im Jahr 2023 konnte der Verein das Bauprojekt "Waisenhaus mit angeschlossener Religionsschule"  erfolgreich abschließen.

Das Bauprojekt ist inzwischen vollständig fertiggestellt und hat den Betrieb aufgenommen. Damit wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht, der vielen Kindern neue Perspektiven eröffnet.

Das Waisenhaus bietet zahlreichen Kindern (begonnen wurde mit 6 Kindern und Zahl soll stetig steigen) eine sichere Unterkunft, regelmäßige Mahlzeiten sowie pädagogische Betreuung. Erste Klassenräume der Religionsschule wurden bereits mit Tischen, Stühlen und Lernmaterialien ausgestattet. Dort erhalten die Kinder nicht nur Religionsunterricht, sondern auch Nachhilfe in Mathematik, Englisch und den lokalen Landessprachen. Ein Beispiel: Ein zwölfjähriges Waisenkind, das bisher keine Schule besuchen konnte, wurde aufgenommen und kann nun erstmals Lesen und Schreiben lernen.

Projekt Moscheen

Das zweite große Bauprojekt "Moschee" wurde abgeschlossen und mit einer großen Zeromonie eröffnet,

Mehr als 500 Menschen aus den umliegenden Gemeinden nahmen an der Feier teil. Neben dem gemeinsamen Freitagsgebet hielten lokale Imame Ansprachen, und Kinder der Dorfschule führten traditionelle Lieder und Rezitationen auf. Im Anschluss an die Zeremonie wurde ein gemeinsames Essen verteilt, das von Freiwilligen vorbereitet worden war.

Die Moschee ist nicht nur ein Ort des Gebets, sondern dient bereits jetzt als Treffpunkt für Schulungen und Versammlungen. Damit erfüllt die Moschee eine doppelte Funktion: Sie stärkt sowohl das religiöse Leben als auch den sozialen Zusammenhalt der Region.

Projekt Hilfsgüter

Seit 2010 engagiert sich der Verein mit regelmäßigen Hilfslieferungen und Projekten in Gambia. In mehreren 40-Fuß-Containern wurden Schulmaterialien, Kleidung, Haushaltsgeräte, medizinische Geräte, eine komplette Zahnarztpraxis, Rollstühle und andere Hilfsgüter versendet. Die Spenden werden vor Ort an Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, SOS-Kinderdörfer sowie an besonders bedürftige Familien verteilt.

Vereinsmitglieder reisen regelmäßig nach Gambia, um die Ankunft und gerechte Verteilung der Hilfsgüter zu begleiten. In enger Zusammenarbeit mit Dorfältesten und lokalen Einrichtungen werden die aktuellen Bedürfnisse ermittelt, um gezielt und nachhaltig helfen zu können. So konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Familien unterstützt sowie Projekte zum Bau von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen gefördert werden.

Neben den allgemeinen Hilfslieferungen organisiert der Verein zu besonderen Anlässen wie Ramadan, dem Opferfest oder Weihnachten zusätzliche Aktionen. Dabei werden vor Ort Lebensmittel und Geschenke wie Reis, Milchpulver, Kleidung, Spielzeug oder Körperpflegemittel verteilt. Ziel aller Aktivitäten ist es, die Lebensbedingungen der Menschen in Gambia langfristig zu verbessern und einen Beitrag zu Bildung, Gesundheit und sozialer Teilhabe zu leisten.

Dembale e.V. – Der Verein, den es braucht.
Engagiert. Verlässlich. Menschlich.

Mit Herz und Tatkraft setzt sich Dembale e.V. seit Jahren für Bildung, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit in Gambia ein. Durch Hilfslieferungen, lokale Projekte und persönliche Begegnungen leistet der Verein einen nachhaltigen Beitrag für ein besseres Leben vieler Menschen – dort, wo Unterstützung wirklich gebraucht wird.

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